Ein besonderer Jahreswechsel mit virtualum

Ein besonderer Jahreswechsel mit virtualum

Das Jahr 2020 näherte sich mit Silvester dem Ende und das neue Jahr 2021 sollte beginnen. Doch diesmal war alles ganz anders, als sonst. Bedingt durch die sog. Corona-Pandemie, die anders als kaum ein Ereignis in den letzten 50 Jahren das soziale und kulturelle Leben der Menschen auf der ganzen Welt und damit auch in Europa und Deutschland verändern sollte, war vielerorts in Deutschland das traditionelle Feuerwerk zum Jahreswechsel verboten; um Menschenansammlungen aus Infektionsschutzgründen vermeiden, so hieß es. Dabei ist das Silvesterfeuerwerk eine Tradition, die die ganze Welt gemein zu haben scheint. Schon im 14. Jahrhundert brachten arabische Händler Feuerwerk nach Europa. Hier entwickelte sich die Feuerwerkskunst besonders in der vergnügungssüchtigen Zeit des Barock fort. An europäischen Höfen gehörte es bald dazu, bei Festen und Feierlichkeiten Gäste mit einem Feuerwerk zu unterhalten. Und vor allem italienische Feuerwerker waren besonders geschickt darin, immer wieder neue flammende Motive zu erfinden. Seit dem 19. Jahrhundert begeistert das Feuerwerk nicht nur die Menschen bei Hofe, sondern in öffentlichen Vorführungen für jedermann. Schließlich kamen im 20. Jahrhundert Feuerwerkskörper, so wie wir sie heute z.B. in Form von Silvester-Raketen kennen, in den freien Verkauf. Nun, im Jahr 2020, wird Feuerwerk erstmals in vielen Orten Deutschlands verboten, was letztlich sicherlich die Feuerwerks-Kritiker erfreut haben mag, die vor allem Umwelt- oder Tierschutzgründe für ihre Ablehnung der Tradition anführen.

Mit virtualum ließ sich Silvester ein umweltschonendes digitales packendes Feuerwerk erleben. Passend zum Veranstaltungsort, der Grass Galerie Digital, bereitete die letzte Minute des Jahres 2020 ein Gedicht des Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass den Ausklang und stimme auf das neue Jahr ein.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

X